Duales Studium: eine Option für Durchstarter

 

Das Duale Studium – eine Kombination aus Studium und beruflicher ­Praxis – erfreut sich immer größerer Beliebtheit.  Mittlerweile bieten in Deutschland über 200 Hochschulen und Akademien rund 1.500 Duale Studiengänge an. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Coburg (https://hs-coburg.de) war einer der Vorreiter für das Duale Studium. Die Hochschule bietet z. B. das Duale Studium mittlerweile in allen Studiengängen an:

Duales Studium im Bereich „Bauen & Design“:

  • Architektur (Bachelor of Arts)
  • Bauingenieurwesen – Allgemeines Bauingenieurwesen (Bachelor of Engineering)
  • Bauingenieurwesen – Energieeffizientes Gebäudedesign (Bachelor of Engineering)
  • Innenarchitektur (Bachelor of Arts)
  • Integriertes Produktdesign (Bachelor of Arts)

Duales Studium im Bereich „Soziale Arbeit & Gesundheit“:

  • Integrative Gesundheitsförderung (Bachelor of Science)
  • Soziale Arbeit (Bachelor of Arts)

Duales Studium im Bereich „Technik & Informatik“:

  • Automatisierungstechnik und Robotik (Bachelor of Engineering)
  • Automobiltechnologie – Automobil-Mechatronik (Bachelor of Engineering)
  • Automobiltechnologie – Wirtschaftsingenieurwesen – Automobil (Bachelor of Engineering)
  • Bioanalytik (Bachelor of Science)
  • Elektro- und Informationstechnik (Bachelor of Engineering)
  • Energietechnik und Erneuerbare Energien (Bachelor of Engineering)
  • Informatik (Bachelor of Science)
  • Maschinenbau (Bachelor of Engineering)
  • Technische Physik – Engineering Physics (Bachelor of Engineering)
  • Technische Physik (Bachelor of Engineering)
  • Visual Computing (Bachelor of Science)

Duales Studium im Bereich „Wirtschaft“:

  • Betriebswirtschaft (Bachelor of Arts)
  • Betriebswirtschaft (Bachelor of Arts) – berufsbegleitend
  • Industriewirtschaft (Bachelor of Arts)
  • Versicherungswirtschaft (Bachelor of Arts)
  • Versicherungswirtschaft (Bachelor of Arts) – berufsbegleitend

Duales Studiums – die Vorteile:

  • Eine akademische Ausbildung an einer staatlichen Hochschule wird ergänzt durch intensive Berufspraxis.
  • Durch die praktische Tätigkeit im Unternehmen kann die Theorie aus dem Studium unmittelbar in der Praxis angewendet werden.
  • Die Arbeit im Unternehmen wird bezahlt. Das erleichtert die Finanzierung des Studiums.
  • Die Dualen Studenten lernen die betrieblichen Abläufe kennen und sammeln früh praktische Kenntnisse.
  • Durch die Arbeit im Unternehmen steigen die Chancen auf einen Berufseinstieg direkt nach dem Studium.
  • Am Ende stehen zwei Abschlüsse: ein Hochschulabschluss und eine staatlichanerkannte Berufsausbildung.

„Duales Studium“ – es gibt prinzipiell zwei Wege: 

1. Duales Studium als Verbundstudium

Das Verbundstudium ist eine Kombination von Ausbildung im Betrieb und einem Hochschul-Studium. Absolventen erlangen einen IHK- oder HWK-Abschluss und einen akademischen Abschluss. Ausbildung und Studium dauern in der Regel zusammen 4,5 Jahre. Das ist deutlich kürzer als der herkömmliche Ablauf „erst Ausbildung, dann Studium“, der sich über rund sieben Jahre hinzieht. Und so ist der Ablauf: das erste Ausbildungsjahr wird ausschließlich im Betrieb und in der Berufsschule absolviert. Im zweiten Jahr beginnt dann das Studium an der Hochschule. Nach drei Ausbildungsjahren wird die IHK- bzw. HWK-Prüfung abgelegt. Und nach insgesamt 4,5 Jahren schließen die Studenten das Studium mit dem „Bachelor“ ab. Die Absolventen haben dann zwei vollwertige Abschlüsse in der Tasche, verfügen über wichtige Kontakte in die Wirtschaft und sind wissenschaftlich auf höchstem Niveau ausgebildet. Interessant ist auch der finanzielle Aspekt: Während der gesamten Zeit erhält der Student eine Vergütung von dem Unternehmen, mit dem er seinen Vertrag geschlossen hat. Das erleichtert die Finanzierung des Studiums!

2. Duales Studium als Studium mit Vertiefter Praxis

Beim Studium mit vertiefter Praxis ist keine klassische Berufsausbildung vorgesehen. Die Studierenden sind aber während des Studiums vertraglich an ein Unternehmen gebunden und erwerben dort Berufspraxis. So läuft ein Studium mit vertiefter Praxis ab: Die Studenten schließen zu Beginn oder im Laufe des Studiums mit einem Unternehmen bzw. einer Institution einen Vertrag als Werkstudenten im eigenen Fachgebiet ab. Der Einstieg in das Studium mit vertiefter Praxis kann flexibel gestaltet werden. Die vorlesungsfreien Zeiten und das Praxissemester werden genutzt, um im Unternehmen bzw. einer Institution zu arbeiten und wichtige praktische Erfahrungen zu sammeln. Im Regelfall wird auch die Bachelorarbeit in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen verfasst. Die Studienzeit wird durch das Studium mit vertiefter Praxis nicht verlängert. Dennoch erwerben die Studenten wesentlich mehr Praxiserfahrungen als im traditionellen Studium.

Abitur- oder Fachhochschulreife

  1. Berufsausbildung im Unternehmen
  2. Berufsabschlussprüfung
  3. Weitere Praxistätigkeiten im Unternehmen
  4. Akademisches Studium an einer Hochschule
  5. Bachelorabschluss (B.Eng., B.A, B.Sc.)

Akademischer Bachelorabschluss

plus Berufsabschluss

plus passgenaue Berufserfahrung

27 Monate Theorie, bis zu 30 Monate Praxis

300% mehr Praxis als im herkömmlichen Studium

Abitur- oder Fachhochschulreife

  1. Qualifizierte intensive Praxistätigkeiten im Unternehmen
  2. Akademisches Studium an einer Hochschule
  3. Bachelorabschluss (B.Eng., B.A., B.Sc.)

Akademischer Bachelorabschluss

plus intensive Praxiserfahrung

27 Monate Theorie, bis zu 19 Monate Praxis

bis zu 100% mehr Praxis als im herkömmlichen Studium

Dual